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Buchtipp: Alles, was ich sehe

Seit einer Hirnhautentzündung ist Maggie blind und kann sich nur sehr schwer in ihr neues Leben einfinden. All ihre Zukunftsvorstellungen vom Fußballstipendium fürs College und der Berufung in die Nationalmannschaft sind geplatzt, und noch viel schlimmer: nun scheint ihr jegliche Gesprächsgrundlage mit ihrer Mutter zu fehlen, die früher selbst eine hochklassige Fußballspielerin war und inzwischen als Trainerin arbeitet.

Maggie fühlt sich hilflos und um ihre Träume betrogen. Als sie sich eines Tages den Kopf stößt und danach plötzlich den zehnjährigen Ben und alles in seiner unmittelbaren Umgebung sehen kann, mag sie ihren Augen kaum trauen: Wunder passieren doch nicht einfach so, oder?

Zudem ist Bens älterer Bruder Mason auch noch Sänger in Maggies Lieblingsband - und hält die Siebzehnjährige prompt für eine Simulantin. Aber Bens positive Lebenseinstellung wirkt so ansteckend, dass sich in seiner Nähe nicht nur Maggies Sichtfeld, sondern ihr ganzes Leben aufhellt. Kann sie durch die Freundschaft mit ihm vielleicht sogar ein besserer Mensch werden?

"Alles, was ich sehe" ist der erste Roman der Autorin Marci Lyn Curtis - und gleich ein Volltreffer! Sarkastisch und schnodderig lässt sie Maggie in der Ich-Form erzählen und alle Leserinnen und Leser mitlachen und -leiden. Der begeisterte Lexikonleser Ben trifft nicht nur die Hauptfigur mitten ins Herz.

Und mehr wird jetzt nicht verraten.

Alles, was ich sehe. Von Marci Lyn Curtis. Aus dem Englischen übersetzt von Nadine Püschel. Königskinder-Verlag, Hamburg 2016.