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Buchtipp: Graffiti Moon

Mit seinen atemberaubenden Graffiti-Kunstwerken hat der Streetart-Künstler Shadow das Herz der ebenfalls künstlerisch begabten Lucy gewonnen - obwohl sie ihm noch nie begegnet ist.

Niemand weiß, wer sich hinter Shadow und seinem Freund Poet verbirgt - auch nicht Lucys beste Freundin Jazz, die angeblich hellseherische Fähigkeiten besitzt. Aber Jazz würde für Lucy sowieso lieber ein Date mit einem "echten" Jungen arrangieren. Als beide sich mit Daisy anfreunden und gemeinsam ausgehen wollen, kommt unverhofft Bewegung in Lucys Suche nach Shadow, denn Daisys (Ex?-)Freund Dylan behauptet, Shadow und Poet ziemlich gut zu kennen.

Kurzerhand schlägt Jazz vor, den Abend mit Dylan und seinen Kumpels Ed und Leo (auf den sie ein Auge geworfen hat) zu verbringen, um gemeinsam nach den Künstlern zu suchen. Lucy und Ed sind beide nicht begeistert von dieser Idee, denn sie waren bereits einmal miteinander verabredet und haben dieses Date in denkbar schlechter Erinnerung (es endete damit, dass Ed Lucys Hintern anfasste und sie ihm daraufhin die Nase brach).

Das ist jedoch nicht das einzige Problem: Eigentlich brauchen die Jungs dringend Geld und wollen deshalb noch später in derselben Nacht in die Schule einbrechen. Außerdem sind Ed und Leo insgeheim selbst Shadow und Poet - wie sollen sie denn nach sich selbst suchen? Jazz setzt sich trotzdem durch, und so machen sich die Sechs gemeinsam auf den Weg.

Wider Erwarten kommen Lucy und Ed mehr als gut miteinander aus und setzen sich ab. Schon bald knistert es zwischen den beiden gewaltig. Aber wie soll er ihr sagen, dass er in Wahrheit Shadow ist?

Abwechselnd aus der Sicht von Ed und Lucy erzählt die australische Autorin Cath Crowley die Geschichte einer ereignisreichen Nacht und schildert dabei die Graffiti-Kunstwerke so plastisch, dass man sie zu gern in echt bewundern würde. Die eingeschobenen Gedichte von Leo alias Poet fügen sich stimmig ins Ganze.

Rundum gelungenes Lesevergnügen, das auf ein dreifaches Happy-End hoffen lässt.

Graffiti Moon. Von Cath Crowley. Aus dem Englischen übersetzt von Henning Ahrens. Carlsen, Hamburg 2013.