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Buchtipp: Nichts davon ist wahr

Violet ist eine Betrügerin, die fast ihr ganzes Leben lang darauf vorbereitet wurde, in die Rolle der im Alter von vier Jahren entführten und seitdem spurlos verschwundenen Erica zu schlüpfen. Nun, dreizehn Jahre später, hat sie Ericas Platz eingenommen - aber nicht jeder glaubt, dass es sich bei ihr tatsächlich um die vermisste Erbin handelt.

Ericas Mutter klammert sich jedoch an diesen Hoffnungsschimmer, und Violet erlebt so zum ersten Mal das Gefühl, eine echte Mutter zu haben. Dabei soll sie gar nicht lange bleiben: nur den Code für den Safe der reichen Familie herausfinden. Verbirgt sich dieser vielleicht in den rätselhaften Gleichungen, die Ericas verzweifelter Vater in einer psychiatrischen Klinik an die Wände seines Zimmers schreibt?

Violet weiß, dass die echte Erica bereits kurz nach ihrer Entführung ermordet wurde, und es fällt ihr immer schwerer, ihr Herz gegenüber Ericas Familie und Freunden außen vor zu lassen. Könnte sie wirklich den Code entschlüsseln, abhauen und Ericas Angehörige zu weiterer Ungewissheit verurteilen?

Aber jemand scheint bereits ganz genau über Violets Geheimnis Bescheid zu wissen. Was hat er vor? Und wie wird Violet sich entscheiden?

Die Autorin bietet mit "Nichts davon ist wahr" eine spannende, in der Ich-Form erzählte Charakterstudie. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Eigentlich schade, denn über Violet hätten wir gerne noch mehr gelesen ...

Nichts davon ist wahr. Von Michelle Painchaud. Aus dem amerikanischen Englisch von Stephanie Singh. dtv, München 2019.