Buchtipp: The Chemist - Die Spezialistin
Nach ihrem "Twilight"-Erfolg kam eine ganze Weile nichts wirklich Neues von Autorin Stephenie Meyer. Bis sie sich überraschend in einem ganz anderen Genre mit "The Chemist" zurück meldete:
Die Schmerzforscherin Dr. Fortis hatte früher einen streng geheimen Job für die Regierung - als Verhörspezialistin. Inzwischen ist sie aber seit Jahren auf der Flucht vor ihren Arbeitgebern, hat bereits mehrere Mordanschläge überlebt, etliche Verstecke und wechselnde Identitäten hinter sich. Schlafen kann sie nur, wenn sie ihr Zimmer zu einer Todesfalle für etwaige Verfolger umfunktioniert, und kommt trotzdem nie wirklich zur Ruhe, denn sie weiß zu viel.
Dann erhält sie eine E-Mail von ihrem ehemaligen Vorgesetzten: Wenn sie einen letzten, extrem wichtigen Auftrag ausführt, soll sie wieder ein normales Leben führen können. Klingt eindeutig zu schön, um wahr zu sein... aber was, wenn es doch keine Falle ist? Wenn sie sehr, sehr vielen Menschen das Leben retten kann, indem sie ihre Zielperson Daniel, einen mutmaßlichen Terroristen, zum Reden bringt?
Spannender Auftakt zu einer fesselnden Geschichte. Dass sich der auf den ersten Blick heftigst in die Hauptfigur (die sich den größten Teil des Buches über "Alex" nennt) verliebte Daniel natürlich als total unschuldig entpuppt, ist dabei noch nicht besonders überraschend, aber nur die erste zahlreicher (und zum Teil dann tatsächlich unerwarteter) Wendungen. Ob die Handlung sich vielleicht stellenweise zu unwahrscheinlich entwickelt oder auch nicht - völlig egal! Stephenie Meyer hat ihre Leserschaft an diesem Punkt längst an der Angel und lässt sie bis zur letzten Seite nicht mehr entkommen.
"The Chemist" ist unterhaltsame Lektüre zum Mitzittern, schmunzeln und schmachten für viele schöne Lesestunden.
The Chemist - Die Spezialistin. Von Stephenie Meyer. Aus dem Amerikanischen von Andrea Fischer und Marieke Heimburger. Fischer Scherz, Frankfurt am Main 2016.